Eilmeldung

Eilmeldung

Brüssel will Steuerschlupflöcher schließen

Sie lesen gerade:

Brüssel will Steuerschlupflöcher schließen

Schriftgrösse Aa Aa

Die EU-Kommission will der Steuerflucht enge Grenzen setzen. Privatpersonen sollen es so schwerer haben, Einkünfte über steuerbefreite Stiftungen am Fiskus vorbeizuschmuggeln.

Brüssel plant, die Schlupflöcher des EU-Zinsgesetzes zu schließen. Das Gesetz sieht vor, dass die Mitgliedsstaaten Informationen über Zinserträge von europäischen Ausländern austauschen.

Für mehrere EU-Staaten gilt jedoch eine Sonderregelung, da es dort das Bankgeheimnis gibt. Stattdessen wird zum Beispiel in Luxemburg eine Quellensteuer von 20 Prozent erhoben. Drei Viertel der Abgaben werden dann an den Fiskus des Herkunftslandes überwiesen. Diese Quellensteuer soll in den nächsten Jahren auf 35 Prozent angehoben werden.

Es gibt drei Mitgliedsstaaten, Luxemburg, Belgien und Österreich, die auf der Möglichkeit einer Quellensteuer bestanden haben, so EU-Steuerkommissar Laszlo Kovacs. Wir beschweren uns nicht und wollen nicht von neuem mit Diskussion über eine Quellensteuer im Gegenzug für den Austausch von Informationen beginnen.

Zumal die Stimmen ALLER Mitgliedsstaaten erforderlich sind, um die strengeren Regeln auf den Weg zu bringen. Diese werden deshalb nicht vor 2012 in Kraft treten können.