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Moskau und Washington ringen um Rüstungsfragen


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Moskau und Washington ringen um Rüstungsfragen

Moskau und Washington sind in Rüstungsfragen weiter uneins. Der Kreml wies nach Angaben der russischen Agentur Itar-Tass die Kompromiss-Vorschläge zur geplanten US-Raketenabwehr zurück. Washington dementierte jedoch, eine offizielle Antwort erhalten zu haben.

Kurzstreckenraketen vom Typ Iskander, so hatte der russische Präsident Dmitri Medwedew am Tag nach der Wahl des neuen US-Präsidenten gedroht, würden im Ernstfall den Raketenschild “ausschalten”. Sie sollen in der Enklave Kaliningrad stationiert werden, falls die USA an ihrem Plan festhalten, Abfangraketen in Polen und ein Radarsystem in Tschechien zu installieren.

Der Kreml wirft laut Itar-Tass der Bush-Regierung vor, zum Ende der Amtszeit Fakten schaffen zu wollen. Laut den USA richten sich die Pläne nicht gegen Russland, sondern gegen so genannte Schurkenstaaten und Terrorangriffe.

Gleichzeitig beginnen in Genf die Verhandlungen beider Staaten über ein neues Atom-Abrüstungsvertrag. Beim Nachfolger für das auslaufende START-Abkommen gibt es Streit um die Form. Moskau pocht auf einen neuen Vertrag, Washington will die Zahl der strategischen Atomwaffen weniger verbindlich festschreiben.

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