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Eurozone rutscht in die Rezession

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Eurozone rutscht in die Rezession

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Die Eurozone ist zum ersten Mal in ihrer Geschichte offiziell in die Rezession gerutscht. Die Gesamtwirtschaftsleistung der 15 Mitgliedsstaaten schrumpfte im zweiten Quartal in Folge. Im zweiten und dritten Quartal dieses Jahres sank das Bruttoinlandsprodukt um jeweils 0,2 Prozent. Ebenso stark fiel die Wirtschaftsleistung der gesamten Europäischen Union.

Besonders stark war der Rückgang in Deutschland und Italien. Dort sank das BIP um ein halbes Prozent. Frankreich und Portugal dagegen haben dem EU-weiten Trend getrotzt. Die französische Wirtschaft expandierte sogar geringfügig.

Einige Analysten befürchten, dass es in den letzten drei Monaten des Jahres noch schlimmer kommen könnte. “Die Aussichten für das vierte Quartal sind ziemlich schlecht”, sagt der Volkswirt Carsten Brzeski. “Alle wichtigen Wirtschaftsindikatoren weisen nach unten. Wenn sie glauben, die heutigen Zahlen waren schlecht, dann warten sie erstmal auf das vierte Quartal. Das könnte eine Katastrophe werden.”

Die Exportwirtschaft der Eurozone hat in diesem Jahr schwer unter der enormen Stärke ihrer Währung zu leiden gehabt. Dazu kam die höchste Inflation in fast 16 Jahren sowie die Rekordpreise für Öl. Im vergangenen Monat schließlich, angesichts der anhaltenden internationalen Finanzkrise, fiel der Umsatz der europäischen Automobilkonzerne um 15 Prozent.