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Schärfere Kontrollen gegen Überfischung


Redaktion Brüssel

Schärfere Kontrollen gegen Überfischung

Eine Überwachung von der Reling bis ins Ladenregal – so will die Europäische Kommission Fischbestände besser schützen. Trotz der Quotenregelung sind nach wie vor viele Arten von der Überfischung bedroht. Brüssel plant deswegen, europäischen Fischern häufiger über die Schulter schauen zu lassen. Falls Fangquoten missachtet werden, drohen Strafpunkte, empflindliche Geldbußen – und schlimmstensfalls der Lizenzentzug.

EU-Fischereikommissar Joe Borg sagte, das kollektive Versagen, die Regeln adäquat umzusetzen und diese zu kontrollieren, unterminiere die Glaubwürdigkeit aller EU-Maßnahmen, und es mache das System der Fangquoten zur Farce.

Bisher haben die Fischer Schätzungen zu Folge haben die Fischer lediglich eine Chance von eins zu 600, kontrolliert zu werden. Mit neuen Technologien will Brüssel nun die Überwachungen intensivieren: So sollen Schiffe verstärkt mit Radar kontrolliert werden und ihre Fänge in elekronischen Meldungen veröffentlichen.

Inspektoren eines Landes sollen auch außerhalb ihrer nationalen Gewässer arbeiten dürfen. Auch die Befugnisse der Inspektoren der Kommission werden gestärkt: Diese müssen vor möglichen Kontrollen nicht zunächst das betroffene Land verständigen.
Mitgliedsstaaten, die sich nicht an die Spielregeln halten, droht eine Kürzung der finanziellen Hilfen.

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