Eilmeldung

Eilmeldung

Automarktkrise: Opel beantragt Regierungsbürgschaft

Sie lesen gerade:

Automarktkrise: Opel beantragt Regierungsbürgschaft

Schriftgrösse Aa Aa

Ein Ende der Krise in der europäischen Automobilindustrie ist nicht Sicht. Der Autohersteller Opel hat bei der Bundesregierung eine Bürgschaft in unbekannter Höhe beantragt. Opel-Chef Hans Demant betonte jedoch, dass der Konzern derzeit kein Liquiditätsproblem habe, es sei kein Antrag auf Finanzhilfen gestellt worden. Weiter sagte Demant, Opel bereite sich lediglich auf den theoretischen Fall vor, dass wegen der Krise beim Mutterkonzern General Motors die Finanzströme nicht mehr weiterlaufen könnten.

Der europäische Automobilmarkt bleibt derweil weiter auf Talfahrt. Das Geschäft ging im Oktober im sechsten Monat in Folge zurück — es wurden fast 15 Prozent weniger Neuwagen verkauft als im Vormonat. Bisher betrug der Rückgang beim Verkauf von neuen Autos in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr 5,4 Prozent. Als Gründe nannte der europäische Branchenverband ACEA die Finanz- und Wirtschaftskrise.

In Deutschland, wo EU-weit die meisten Autos verkauft werden, ging der Absatz vergangenen Monat um etwas mehr als 8 Prozent zurück — im Vergleich zu einem Minus von 40 Prozent in Spanien.

Mehr Autos wurden dagegen in Österreich, Polen, Tschechien und der Slowakei verkauft.