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Pilotenstreik: Air France streicht hunderte Flüge

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Pilotenstreik: Air France streicht hunderte Flüge

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Die französische Fluggesellschaft Air France hat am Freitag wegen eines Pilotenstreiks mehrere hundert Flüge gestrichen. 40 % aller Langstreckenflüge und die Hälfte der Verbindungen auf Kurz- und Mittelstrecken mußten abgesagt werden. Anlaß für den Streik sind Pläne das Renteneintrittsalter der Piloten auf 65 Jahre zu erhöhen.
 
“Wir streiken, weil das Parlament um Mitternacht eine Rentenreform für Piloten beschlossen hat, ohne mit uns zu verhandeln oder zu wissen, welche Auswirkungen es für unsere Arbeitsplätze hat”, sagt Geoffroy Bouvet von der Pilotengewerkschaft ALPA.
 
Ein großes Chaos blieb auf den französischen Flughäfen jedoch aus. 80 % der Flüge der Air France Partner-Airlines können durchgeführt werden. Viele Passagiere haben sich zudem auf die Ausfälle eingestellt.
 
“Wir sind um fünf Uhr aufgestanden. Unser Flug sollte um sieben Uhr starten. Als wir an Bord gehen wollten, wurde der Flug gestrichen, weil der Pilot nicht aufgetaucht ist. Man hat uns auf einen Flug um 11 Uhr umgebucht”, berichtet Severine Dubalais.
 
Das Unternehmen verurteilte den Streik als “unnütz und gefährlich”. Er verschärfe nur die Auswirkungen der Luftfahrtkrise auf Air France. Das Unternehmen bezifferte die Streikkosten auf 100 Millionen Euro.