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Weltfinanzgipfel in Washington begonnen

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Weltfinanzgipfel in Washington begonnen

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Mit einem Arbeitsessen hat der Weltfinanzgipfel in Washington begonnen. Das Treffen versammelt die so genannten G-20-Staaten: also auch Länder wie Indien, China oder Saudi-Arabien, zusätzlich zu den westlichen Industriestaaten der G-7-Gruppe.

Bei dem Treffen wollen die Teilnehmer nach Möglichkeiten suchen, wie sich eine Finanzkrise wie die jetzige in Zukunft vermeiden lassen könnte. Die eigentlichen Beratungen finden heute statt.

Der Gastgeber zählt dafür mehrere große Ziele auf: Man wolle erst einmal die Ursachen der Krise verstehen, sagt Präsident George Bush. Dann werde
geprüft, was die bisherigen Gegenmaßnahmen gebracht hätten. Außerdem gehe es darum, neue Prinzipien für die Finanz- und Aufsichtssysteme zu finden und sie dann umzusetzen.

Bush hebt auch hervor, dass er nach wie vor die freie Marktwirtschaft als sichersten Weg zu dauerhaftem Wohlstand sehe. Angesichts der jetzigen Probleme dürfe kein Staat zum Protektionismus zurückkehren.

Vor allem geht es nun darum, auf den Geldmärkten Überwachungslücken zu schließen. Nach ersten Berichten haben sich die Staats- und Regierungschefs in Washington darauf geeinigt.

Allerdings zeichnet sich auch ab, dass vor allem die europäischen Staaten strengere Maßnahmen wollen als zum Beispiel die USA oder Japan.

So will Deutschland erreichen, dass es im Finanzsystem künftig keine blinden Flecken mehr gibt, in deren Schutz sich Risiken unbeobachtet aufbauen könnten. Die erste Schritte dazu sollten schon in den nächsten Monaten umgesetzt werden.

Den großen Schwellenländern ist darüber hinaus auch eine Neuverteilung der Macht wichtig: In Gremien wie dem Internationalen Währungsfond sind sie bisher nur schwach vertreten – zu schwach für ihren gewachsenen Einfluss.