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G20 einigen sich auf Abschlusserklärung

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G20 einigen sich auf Abschlusserklärung

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Die größten Wirtschaftsmächte der Erde wollen
auf den schwer erschütterten weltweiten Finanzmärkten künftig alle Überwachungslücken schließen. Auf dieses Grundprinzip zur umfassenden
Reform des globalen Finanzsystems verständigten sich die mehr als 20 Staats- und Regierungschefs des Weltfinanzgipfels in Washington. Medienberichten zufolge soll das eine der
zentralen Aussagen der für heute geplanten Abschlusserklärung werden. Der Gipfel der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) hatte gestern Abend mit einem Abendessen im Weißen Haus begonnen. Der scheidende US-Präsident George W. Bush rief dabei zu entschlossenem Handeln im Kampf gegen die globale Finanzkrise auf. Man müsse erst einmal die Ursachen der Krise verstehen, sagte Bush. Dann werde geprüft, was die bisherigen Gegenmaßnahmen gebracht hätten. Außerdem gehe es darum, neue Prinzipien für die Finanz- und Aufsichtssysteme zu finden und sie dann umzusetzen. Bush hob auch hervor, dass er nach wie vor die freie Marktwirtschaft als sichersten Weg zu dauerhaftem Wohlstand sehe. Angesichts der jetzigen Probleme dürfe kein Staat zum Protektionismus zurückkehren. Die Finanzminister der G20 wollen nun konkrete Regelungen für eine Reihe von Feldern erarbeiten. Erste kurzfristige Vorschläge sollen bereits bis zum 31. März vorliegen und von einem weiteren Gipfel der Staats- und Regierungschefs beschlossen werden. Daran wird dann auch Barack Obama als neuer US-Präsident teilnehmen, diesmal ist er noch nicht dabei. In Washington zeichnet sich auch ab, dass vor allem die europäischen Staaten strengere Maßnahmen wollen als zum Beispiel die USA oder Japan.