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Festnahme von ETA-Chef als Erfolg der französisch-spanischen Kooperation

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Festnahme von ETA-Chef als Erfolg der französisch-spanischen Kooperation

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Es ist ein großer Erfolg für die Polizei: die Festnahme von Txeroki, dem mutmaßlichen Militärchef der baskischen Separatistenorganisation ETA. Txeroki wurde von einem Sonderkommando der französischen und spanischen Sicherheitskräfte gefasst. Er heißt eigentlich Mikel Garikoitz Aspiazu Rubina und soll seit vier Jahren direkt für die Organisation der Terrorzellen verantwortlich sein. Mit ihm wurde die mutmaßliche Terroristin Leire Lopez Zurutuza festgenommen. Beide befanden sich in einer Wohnung im Skiort Cauterets in den Pyrenäen. Die Ermittler vermuten, dass Txeroki gehofft hatte, unter den zahlreichen Touristen in dem Bergdorf unerkannt zu bleiben.

Spaniens Regierungschef Jose Luis Rodriguez Zapatero sprach von einem entscheidenden Fortschritt im Kampf gegen die ETA. Mit den Festnahmen habe man der ETA eine schwere Niederlage zugefügt. Heute sei die ETA so schwach wie nie zuvor und die spanische Demokratie stärker als je zuvor. Txeroki soll hinter mehreren blutigen Attentaten der ETA stecken. Er steht im Verdacht, an der Ermordung von zwei spanischen Polizisten in der französischen Stadt Capbreton am 1. Dezember 2007 beteiligt gewesen zu sein. Und auch den Autobombenanschlag am Flughafen von Madrid, bei dem zwei Menschen starben, soll er befohlen haben. Die französische Innenministerin Michele Alliot-Marie hob die Kooperation zwischen der französischen und der spanischen Polizei hervor. “Diese Festnahmen sind vor allem das Resultat dieser Zusammenarbeit”, sagte sie, “im Rahmen unserer bilateralen Anstrengungen im Kampf gegen den Terror, gemäß dem Abkommen, das wir im letzten Januar unterzeichnet haben.”