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Ringen um staatliche Hilfen für Opel - Entscheidung bis Weihnachten

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Ringen um staatliche Hilfen für Opel - Entscheidung bis Weihnachten

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In Deutschland wird um eine staatliche Hilfe für den Autobauer Opel gerungen. Die General-Motors-Tochter hatte angesichts der drohenden Insolvenz des Mutterkonzerns um eine Milliarden-Bürgschaft gebeten. Wie nun vorgegangen werden soll, ohne Wettbewerbsverzerrungen zu schaffen, sei noch nicht klar, hieß es in Berlin. Im Kanzleramt empfing Bundeskanzlerin Angela Merkel die Opel-Spitze. Anschließend erklärte sie, es würde bis Weihnachten eine Entscheidung getroffen.

Wirtschaftsminister Michael Glos äußerte zuvor die grundsätzlichen Bedenken der Regierung. Es bestehe die Gefahr, dass auch andere Industriebranchen in Schwierigkeiten den staatlichen Rettungsschirm suchten. Dies könne für die Regierung zum “Problem werden”. Im Falle des Traditionsunternehmen Opel befürchten Experten wie Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Norbert Walter, dass mögliche Staatshilfen in den USA versickern. Es dürften keine deutschen Steuergelder zu einem bankrotten Konzern transferiert werden. Opel selbst betont, die angefragten staatlichen Bürgschaften – bei denen es um eine Milliarde Euro gehen soll – sollten nur eine Vorsorge sein. Das Unternehmen habe derzeit keine Liquiditätsprobleme und sei zahlungsfähig.