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Im Kongo wird weiter gekämpft und gelitten

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Im Kongo wird weiter gekämpft und gelitten

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Im Kongo ist jetzt die Stadt Kanyabayonga als Schlachtfeld an der Reihe. In der Nähe der 50.000-Einwohner-Stadt gerieten Regierungstruppen und mit ihnen verbündete Maj-Maj-Milizen aneinander. Maj-Maj-Chef Sikuli Lafontaine sprach von einem “tragischen Fehler”.

Ein vor drei Wochen ausgerufener Waffenstillstand wird offenbar immer wieder gebrochen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte deshalb, die internationalen Friedenstruppen von 17 000 um 3000 Soldaten und Polizisten aufzustocken.

Im Osten des Kongo kämpfen seit mehr als einem Jahr Armee und Mai-Mai-Milizen gegen Rebellen des Nationalkongresses zur Volksverteidigung (CNDP) unter der Führung von Ex-General Laurent Nkunda. Der kongolesischen Armee wird vorgeworfen, die kollaboriere mit Hutu-Rebellen bei der Ausbeutung der reichen Bodenschätze.

Nach wie vor sind rund um die Stadt Goma rund 250 000 Flüchtlinge auf Hilfe angewiesen. Laut Unicef können Helfer zehntausende Flüchtlinge wegen der angespannten Sicherheitslage überhaupt nicht erreichen.

Das Kinderhilfswerk der Uno meldet eine rapide Zunahme der Cholera-Fälle im Krisengebiet. Bei unterernährten und geschwächten Kindern verläuft die Infektionskrankheit häufig tödlich. Auch der Malaria fallen inzwischen immer mehr Menschen zum Opfer.