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Entführter Supertanker hat Piratenküste von Somalia erreicht

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Entführter Supertanker hat Piratenküste von Somalia erreicht

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Der entführte Supertanker “Sirius Star” hat die somalische Küste erreicht. Er war am Samstag auf hoher See gekapert worden. Der Tanker ist das bislang größte Schiff, das Piraten in ihre Gewalt gebracht haben, und die kamen wieder einmal aus Somalia. Mit zwei Millionen Barrel Rohöl an Bord ist der Tanker eine ganz besonders fette Beute. Er gehört dem saudi-arabischen Ölkonzern Aranco. Der saudische Außenminister Prinz Saud al-Faisal erklärte, diese empörende Tat könne die Entschlossenheit der betroffenen Länder nur verstärken, gegen die Piraterie vorzugehen. Sie sei eine Krankheit wie der Terrorismus und müsse ausgerottet werden.

Die Piraten kaperten das Schiff weit vor der Küste Kenias; nun liegt es an der sogenannten Piratenküste der von Somalia abtrünnigen Provinz Puntland. Somalia hat seit 1991 keine funktionierende Regierung und keine Küstenwache. Schiffe der NATO sind vor der Küste im Einsatz. Die Kriegsschiffe seien schon mehrmals gegen Piraten vorgegangen, sagte ein NATO-Sprecher, und wären in diesem Falle Kriegsschiffe in der Nähe gewesen, hätten sie vielleicht etwas tun können, doch ihr Mandat erlaube es den Soldaten nicht, bereits entführte Schiffe zu entern.

Mitte November beschloss auch die EU Marineeinsätze gegen Piraten. Nach Angaben der US-Marine ist die Zahl der erfolgreichen Überfälle durch neue Abwehrmaßnahmen bereits erheblich zurückgegangen; nun seien die Piraten offenbar zu gewagteren Angriffen übergegangen.