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Somalische Seeräuber kapern Supertanker


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Somalische Seeräuber kapern Supertanker

Die Piratenüberfälle am Horn von Afrika nehmen eine neue Dimension an. Seeräuber brachten auf dem offenen Meer den 330-Meter-Tanker “Sirius Star” in ihre Gewalt. An Bord des Schiffes unter liberianischer Flagge sollen 25 Besatzungsmitglieder und Öl im Wert von mehr als 80 Millionen Euro sein.

Die Piraten gingen sehr professionell vor und seien schwer bewaffnet, sagte US-Marineadmiral Mike Mullen. Sie hätten eine gute Taktik. Seien sie einmal an Bord, sei es schwierig, sie zu überwinden, denn nun hielten sie Geiseln.

Nach der Entführung am Sonntag, 800 Kilometer vor der Küste Kenias, steuert der Tanker auf die Piratenhochburg Eyl in Somalia zu.

Im Golf von Aden kreuzen Kriegsschiffe der NATO. Im Dezember will die EU den Einsatz übernehmen. Als Grundstein dafür hatten Frankreich und Spanien kürzlich eine Kooperation beschlossen. Auch Deutschland will sich beteiligen, die zuständigen Ressorts streiten jedoch um die Rechtslage.

In diesem Jahr kaperten Piraten bereits mehr als 80 Schiffe. Gegenwärtig sollen insgesamt ein Dutzend Schiffe und 250 Seeleute in ihrer Gewalt sein.

Wegen der anhaltenden Überfälle hat die norwegische Reederei Odfjell SE angekündigt, ihre Schiffe bis auf Weiteres über die längere und damit teurere Route um das Kap der Guten Hoffnung zu leiten.

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