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Diskussion in den USA um Finanzhilfen für Autobranche

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Diskussion in den USA um Finanzhilfen für Autobranche

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Die Finanzkrise hat die Wall Street weiterhin fest im Griff. Goldman Sachs entschloss sich sogar zu einem historischen Schritt: Die Bank will ihren sieben Top-Managern in diesem Jahr keinen Bonus zahlen – und das Beispiel könnte möglicherweise Schule machen.

Unterdessen gibt es Uneinigkeiten um die weitere Verwendung des Rettungspakets für die Finanzbranche. Die Demokraten wollen die angeschlagene Autoindustrie unterstützen. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Dana Perino merkte allerdings an, dass die Mittel nur für Banken und Finanzinstitutionen gedacht seien. Vor allem General Motors ist in Bedrängnis. Der Konzern hat rund 50 Milliarden Dollar Schulden. Erst gestern verkaufte General Motors den Rest seiner Beteiligung am Autobauer Suzuki. Dennoch halten Branchenexperten einen Konkurs für letztlich unausweichlich. US-Finanzminister Henry Paulson beurteilte eine Rettungsaktion trotzdem äußerst zurückhaltend: “Die Autoindustrie ist sehr wichtig und es wäre nicht hilfreich, wenn gerade jetzt ein Unternehmen scheitert, in dieser schwierigen Zeit, durch die wir gehen. Aber ich bin auch der Meinung, dass alles, was wir tun, letztlich zu Nachhaltigkeit und Stabilität führen muss.” Der designierte US-Präsident Barack Obama hat sich bereits deutlich für staatliche Beihilfen für General Motors ausgesprochen. Allerdings gibt es auch in den Reihen der Demokraten Zweifel an diesem Vorhaben, und die Republikaner könnten die Gesetzesänderung im Senat blockieren.