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Clearstream: De Villepin muss vor Gericht

Der frühere französische Premierminister Dominique de Villepin muss sich in der Clearstream-Affäre vor Gericht verantworten. Ihm wird Mittäterschaft zur Verleumdung vorgeworfen.

Villepin bestreitet die Vorwürfe. Er hatte kürzlich Beschwerde gegen Präsident Nicolas Sarkozy eingelegt. Dieser hatte die Abberufung eines der Ermittlunsgrichter verschoben. Sarkozy ist Nebenkläger in dem Verfahren.

In der Affäre geht es um angebliche Schmiergeldzahlungen durch das luxemburgische Finanzinstitut im Zusammenhang mit einem Fregattenverkauf an Taiwan.

Auf einer Empfängerliste findet sich unter tausenden Namen auch jener des heutigen Präsidenten. Dieser war damals, 2004, im Gerangel um die Chirac-Nachfolge, auch mit Villepin.

Einer von vier Mitbeschuldigten ist Jean-Louis Gergorin, früherer Vize-Präsident von EADS. Er gestand, in anonymen Briefen Sarkozy verdächtigt zu haben.

Geheimdienstgeneral Philippe Rondot will vom damaligen Außenminister Villepin mit der Untersuchung der Liste beauftragt worden sein – angeblich mit Wissen des damaligen Präsidenten Jacques Chirac.

Der lehnt jede Aussage ab. Die Fehde seiner einstigen Kronprinzen wird nun vor Gericht ausgetragen.

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