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NATO will Anti-Piraten-Einsatz vor Somalia bald beenden

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NATO will Anti-Piraten-Einsatz vor Somalia bald beenden

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Die Piratenüberfälle vor der somalischen Küste haben in den vergangenen Tagen zugenommen – aber dennoch will die NATO ihren Einsatz in der Region Mitte Dezember beenden. Die Mission solle dann an die EU übergeben werden, hieß es bei der NATO. Von einer Verstärkung des Einsatzes war keine Rede.

Und das, obwohl die Piraten zuletzt mehrere Schiffe in ihre Gewalt brachten, darunter einen unter der Flagge Hongkongs fahrenden Frachter und ein griechisches Schiff. Ihre bislang wertvollste Beute aber ist der saudische Tanker “Sirius Star”, für den die Kidnapper laut unbestätigten Meldungen ein Lösegeld von 200 Millionen Dollar fordern. Der Tanker wurde am Samstag gekapert und ankert nun bei Harardhere. In Saudi-Arabien wurden bereits Rufe nach einer Militäroperation zur Befreiung des Tankers laut. Abdul-Kadir Muse Yusuf, Fischereiminister der halbautonomen Region Puntland, wo sich die Piraten vornehmlich aufhalten, empfahl den Reedereien, sich an private Sicherheitsfirmen zu wenden. “Wir versprechen, diese zu unterstützen”, sagte er, “und mit ihnen auf dem Land und auf dem Wasser zusammenzuarbeiten.”

In der kenianischen Hafenstadt Mombasa wurden unterdessen acht mutmaßliche Piraten einem Gericht vorgeführt. Sie waren in der Vorwoche von der britischen Marine gefangen genommen worden; zwei Seeräuber wurden bei der Aktion getötet.