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Experten: Al-Kaida-Botschaft Zeichen von Schwäche

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Experten: Al-Kaida-Botschaft Zeichen von Schwäche

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Als ein Zeichen der Schwäche haben Islamexperten die neueste Internet-Botschaft von Al-Kaida bewertet. Die Nummer Zwei des Terrornetzwerks, Eiman al-Sawahiri, hatte den neuen US-Präsidenten Barack Obama rassistisch verunglimpft und bedroht. Dessen Wahlsieg hatte Hoffnungen geweckt, auch in der islamischen Welt. Doch ein positiveres Amerikabild dort könnte Al-Kaida schaden.

Für Obama hingegen bleibt es eine “Top-Priorität, Al-Kaida auszumerzen”. Kritisch dafür sei, Osama bin Laden gefangen zu nehmen oder zu töten.

Trotz seines muslimischen Vaters stehe Obama auf der Seite der Feinde des Islam und bete die Gebete der Juden, so al-Sawahiri, auf den ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar ausgesetzt ist.

Obama, der während des Wahlkampf Israel besucht hatte, werde sich in seinem Kampf gegen Al-Kaida kaum von George W Bush absetzen, schätzt die Expertin Malou Innocent. Er sei vielleicht diskreter, aber in der Praxis werde die aktuelle Politik fortgesetzt.

Obama will den Irak-Krieg beenden, die Truppen in Afghanistan hingegen aufstocken. Im dortigen Grenzgebiet zu Pakistan wird auch al-Sawahiri vermutet. Pakistanischen Sicherheitskräften zufolge töteten US-Soldaten gestern auf pakistanischer Seite sechs Al-Kaida-Aktivisten.