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Über 100.000 französische Lehrer im Streik gegen Sarkozy-Reformen

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Über 100.000 französische Lehrer im Streik gegen Sarkozy-Reformen

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Im Rahmen einer Streikwelle gegen Reformen von Präsident Nicolas Sarkozy haben am Donnerstag Frankreichs Lehrer die Arbeit niedergelegt. Hatten im Verlauf dieser Woche bereits Piloten und Eisenbahner gestreikt, erschienen nun Regierungsangaben zufolge ein Drittel der Lehrkräfte nicht bei der Arbeit. “Wir streiken für die Rücknahme des Erlasses von Bildungsminister Darcos, der zwei Schulstunden pro Woche kürzen will”, so ein Gewerkschaftsvertreter.

Landesweit gingen über 100.000 Lehrer auf die Strasse und protestierten gegen geplanten Stellenabbau und Mittelkürzungen. Es demonstrierten jedoch auch Schüler, von denen viele in Sprechchören mehr Bildung forderten.

Die von Präsident Sarkozy eingeführte Mindestversorgung im Streikfall konnten etliche Kommunen, darunter Paris, nicht gewährleisten. In Bordeaux, Marseille und Nizza hingegen wurde die Mindestversorgung angeboten.

“Wir haben getan was wir konnten, um die Mindestversorgung auf qualitativ hochwertigem Niveau anzubeiten. Das war aber nicht leicht, weil die Mehrheit unserer Angestellten streikt”, so eine der Koordinatorinnen vor Ort.

Die Woche der Proteste in Frankreich geht am Samstag mit Demonstrationen der Postangestellten gegen eine geplante Teilprivatisierung zu Ende. Ab dem 1.Dezember wollen die Notfallmediziner dann gegen schlechte Arbeitsbedingungen streiken.