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Vandalenakt im Westjordanland als Reaktion auf Gerichtsentscheid

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Vandalenakt im Westjordanland als Reaktion auf Gerichtsentscheid

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Jüdische Siedler haben am Donnerstag eine Moschee in Hebron im Westjordanland beschmiert. Sie verunstalteten die Mauern der Moschee mit Graffiti und zerschlugen einige Fenster. In Hebräisch schrieben sie Beleidigungen des Propheten Mohammed an die Wände des islamischen Gotteshauses und zeichneten einen jüdischen Davidstern dazu. Außerdem schändeten sie einen nahegelegenen Friedhof. Die Graffiti-Aktion war die Reaktion auf einen Spruch des israelischen Obersten Gerichts: Dieses hatte am Samstag verfügt, dass rund 150 jüdische Siedler, die ein Haus neben der Moschee besetzt halten, das Gebäude räumen müssen.

Die Schändung der Moschee und des Friedhofs sorgte für heftige Reaktionen bei den Palästinensern. Als es zu Handgreiflichkeiten kam, schritten israelische Soldaten ein. Einer von ihnen wurde leicht verletzt.