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Arbeitsplatzabbau in der Industrie nimmt rapide zu

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Arbeitsplatzabbau in der Industrie nimmt rapide zu

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Die Folgen von Finanzkrise und Konjunkturflaute setzen der Realwirtschaft weiter stark zu. Als jüngster Automobilhersteller kündigte der französische Peugeot-Citroen-Konzern den Abbau von 3500 Arbeitsplätzen an. Betroffen sind praktisch alle Werke in Frankreich, auch das in Rennes.

In Rennes hat man uns stets gesagt, ihr seid die Besten, Euch passiert nichts, meint dieser Gewerkschaftssprecher. Das Gleiche hatten auch die Kollegen von Renault in Vilvoorde gehört – und dann wurde Vilvoorde geschlossen.

Doch nicht nur die Autoindustrie leidet: Der britische Turbinenhersteller Rolls Royce streicht im nächsten Jahr rund 2000 Stellen, der Pharmariese AstraZeneca 1400.

Damit bläht sich die Zahl der weltweiten Opfer der Krise immer weiter auf. In Nordamerika wurden seit September fast 150.000 Arbeitsplätze abgebaut, in Europa waren 67.000. Japan kommt mit knapp 4000 verlorenen Jobs vergleichweise gut weg.

Der US-Investor George Soros bezeichnete die aktuelle Krise kürzlich als die schlimmste seit den 30er Jahren. Das Besondere daran sei, dass sie nicht von einem äußeren Schock wie einer Ölpreisexplosion verursacht wurde, sondern vom Finanzsystem selbst.

Inzwischen wird in den USA und in Europa über die Notwendigkeit von Konjunkturprogrammen nachgedacht. Die künftige Regierung Obama will lieber ein höheres Staatsdefizit in Kauf nehmen, dafür aber die Binnennachfrage ankurbeln. Die Europäische Union plant ebenfalls ein Konjunkturpaket, das angeblich 130 Millionen Euro schwer sein soll.