Eilmeldung

Eilmeldung

UNO besorgt über Kongo-Flüchtlinge

Sie lesen gerade:

UNO besorgt über Kongo-Flüchtlinge

Schriftgrösse Aa Aa

Die UNO ist zunehmend besorgt über die Lage der Vertriebenen im Kongo. Das Hochkommissariat für Flüchtlinge UNHCR nennt besonders die Lager in Kibati, am Rand der Provinzhauptstadt Goma.

In den zwei Lagern halten sich knapp siebzigtausend Menschen auf. Das Flüchtlingskommissariat berichtet davon, dass dort jetzt eine junge Frau erschossen worden sei. Bewaffnete hätten außerdem etliche Familien aus ihren Notunterkünften vertrieben und diese geplündert.

Abends müsse man die Kranken ins Provinzkrankenhaus bringen, zu ihrer Sicherheit, sagt ein Vertreter der Ärzte ohne Grenzen. Manchmal fielen Schüsse. Gestern habe man alle Kranken ins Hospital gebracht, damit sie weiterbehandelt werden könnten.

Die UNO will die Hälfte der Menschen hier in ein neues Lager umsiedeln, ebenfalls bei Goma. Zur Zeit wird dort aber noch gebaut. Insgesamt sind im Kongo rund eine Viertelmillion Menschen auf der Flucht.

In das Krisengebiet sollen nun auch dreitausend zusätzliche Blauhelm-Soldaten und -Polizisten geschickt werden. Das beschloss gestern der UNO-Sicherheitsrat. Die Verstärkung soll für die Sicherheit der Zivilbevölkerung sorgen. In der Demokratischen Republik Kongo sind bereits
siebzehntausend UNO-Soldaten; das ist der größte Blauhelm-Einsatz überhaupt.