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Erneuerbare Energien: Windanlagen im Wasser

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Erneuerbare Energien: Windanlagen im Wasser

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Der Princess Amalia Offshore Windpark – eine Windkraftanlage mitten in der Nordsee, 23 km von der holländischen Küste entfernt. Sie ist die erste, die in tiefem Wasser gebaut wurde. Seit Juni ist der Offshore-Windpark im Einsatz. Seine 60 Turbinen versorgen bis zu 125.000 Haushalte mit Strom.

In den kommenden Jahren will die Europäische Union verstärkt auf Elektrizität aus erneuerbaren Energien setzen. Der Grüne EU-Abgeordnete Claude Turmes sagte, “Europa ist schon heute Marktführer für die Technik der erneuerbaren Energien. Darin zu investieren, bedeutet die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen. Es bedeutet auch weniger Abhängigkeit von großen Energiezulieferern. Wenn es Europa vormacht, machen es die anderen nach, denn was Umweltthemen betrifft, sind wir weltweit an der Spitze, wir sollten unseren Vorsprung ausbauen.”

Acht Länder an der Nordsee und Ostsee haben bereits funktionsfähige Off-Shore Windkraftanlagen: Deutschland, Dänemark, Schweden, Großbritannien, Finnland, Belgien, die Niederlande und Irland. Da die Windstärke auf See sehr groß ist, ist Windkraft für den Herstellerverband Globaler Wind Energie Rat ein Bereich mit Zukunft.

Die Nordsee sei der beste Standort für diese Technik, sagte Verbandsmitglied Steve Sawyer. Sie sei der Geburtsort der modernen Windindustrie und sie befände sich im Wettkampf mit Windanlagen an Land, das jedoch sehr dicht besiedelt sei. Die Nordsee sei folglich ein guter Standort und es gebe eine große Nachfrage an den Küsten und eine gute Infrastruktur mit Stromnetzen. Der Strombedarf könne mehr und mehr von Off-Shore Windparks abgedeckt werden, so Sawyer.

Claude Turmes erklärte, “an den Tagen, an denen es in Deutschland viel Wind gibt, könnte man die Kohlekraftwerke schließen. Das ist gut für das Klima und schlecht für die Gewinne von E-On und RWE. Und das erklärt, warum die Energiekonzerne dagegen sind.”

Der Nachteil von Offshore-Anlagen: Die Baukosten. Sie sind um etwa 50 Prozent höher als bei Windparks im Landesinneren. Hintergrund ist die teure Technik. Es gibt jedoch viele private Unternehmen, die in den Bau von Offshore-Anlagen investieren. Denn diese können etwa 40 Prozent mehr Energie produzieren als die Windparks im Landesinneren.