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Deutsche im Kosovo in Untersuchungshaft

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Deutsche im Kosovo in Untersuchungshaft

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Die drei im Kosovo festgenommenen Deutschen bleiben zunächst für einen Monat in Untersuchungshaft. Laut ihren Anwälten wird ihnen eine terroristische Handlung vorgeworfen, was sie aber bestreiten.

Die drei sollen letzte Woche den Anschlag auf den Sitz der EU-Mission in der Hauptstadt Pristina verübt
haben. Sie selber geben offenbar an, sie hätten dort
nur den Tatort untersucht.

Die Männer sollen für den Bundesnachrichtendienst arbeiten. Der BND selber schweigt dazu. Offiziell angemeldet war ihre Tätigkeit anscheinend nicht. Den Ermittlern zufolge hatten die Festgenommen
keinen offiziellen Status. Damit könnten sie auch wegen geheimdienstlicher Tätigkeit belangt werden.

Die internationalen Missionen im Kosovo sind zur Zeit nicht gut angesehen: So protestierten diese Woche tausende Menschen gegen Pläne der UNO. Demnach würden die Gebiete der serbischen Minderheit der Kontrolle der Kosovo-Regierung weitgehend entzogen. Viele befürchten nun eine Teilung des Kosovo, das sich seinerseits erst im Februar von Serbien abgespalten hat.