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Brown verteidigt Finanzplan

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Brown verteidigt Finanzplan

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Großbritanniens Premierminister Gordon Brown hat seinen Plan zur Ankurbelung der Wirtschaft verteidigt. Um eine drohende Rezession abzuwenden, will die britische Regierung rund 24 Milliarden Euro investieren. Finanzminister Alistair Darling will den Plan an diesem Montag vorstellen. Unter anderem soll die Mehrwertsteuer von 17,5 auf 15 Prozent verringert werden, um die Kaufkraft der Briten zu steigern. Nach Auffassung der Opposition ist der Plan der Regierung nicht finanzierbar. Die konservative Parlamentsabgeordnete Justine Greening sagt, die einzige Antwort der Regierung auf die Wirtschaftskrise sei, noch mehr Schulden zu machen. Man müsse kein Wirtschaftsexperte sein, um zu sehen, dass immer mehr Schulden langfristig nicht tragbar seien. In Umfragen liegt die Labour-Regierung in der Wählergunst elf Prozentpunkte hinter der konservativen Opposition.
Die stellvertretende Labour-Chefin Harriet Harman sagt, man könne nicht einfach nichts tun. Die Wirtschaft sei von einer starken Strömung erfasst worden und man dürfe nicht einfach abwarten, bis die Dinge sich in zwei oder drei Jahren bessern würden. Die britische Regierung will außerdem die Steuern für Familien kürzen, die über ein niedriges Einkommen verfügen und auf Steuererhöungen für kleine Unternehmen verzichten. Die Ausgaben für das Schulwesen, das Gesundheitssystem und das Transportwesen sollen erhöht werden.