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Großbritannien will Verbrauch ankurbeln

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Großbritannien will Verbrauch ankurbeln

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Die Briten sollen mehr einkaufen und ihr Geld unter die Leute bringen, trotz der derzeitigen Krise. So will es jedenfalls die Regierung, die am Montag ein Hilfspaket vorstellen wird.

Einzelheiten sind nicht bekannt, aber vieles ist schon in die britischen Medien durchgesickert, wie vor allem eine Senkung der Mehrwertsteuer auf fünfzehn Prozent – niedriger geht es in der EU nicht mehr. Ein oder zwei Jahre solle das gelten, um solange die Kaufkraft zu stärken.

Finanzminister Alistair Darling wird das oder Ähnliches in seinem Zwischenbericht zum kommenden Haushalt verkünden. Die Maßnahmen
sollen den Berichten zufolge mehr als zwanzig Milliarden Euro kosten. Die Senkung der Mehrwertsteuer wäre mit fünfzehn Milliarden der größte Posten.

Die Verschuldung würde im kommenden Haushalt damit allerdings stark steigen: Notwendig und verantwortungsvoll, meint die Regierung. Die Opposition kritisiert aber, dass die Wohltaten mit neuen Schulden bezahlt werden und spricht von einer Zeitbombe.

Ob die Maßnahmen überhaupt noch zum Weihnachtsgeschäft in Kraft treten können, ist unklar. Und schließlich kann auch keiner wissen, ob die Verbraucher das zusätzliche Geld auch wirklich in die Läden tragen – oder ob sie es angesichts der unsicheren Wirtschaftslage nicht viel lieber auf die hohe Kante legen.