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Guinea-Bissau: Angriff auf Präsidentensitz

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Guinea-Bissau: Angriff auf Präsidentensitz

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Im westafrikanischen Guinea-Bissau haben Soldaten
den Sitz des Präsidenten beschossen. Laut Regierung gab es dabei einen Toten sowie mehrere Festnahmen.

Nach Angaben aus der Armee ist die Lage wieder unter Kontrolle. Die Angreifer seien aber zu einer Waffenkammer im Präsidentensitz vorgedrungen und mit einer größeren Anzahl an Waffen entkommen.

Der Zwischenfall kam kurz nach der Bekanntgabe der Wahlergebnisse. Die Wahl selbst war vor einer Woche ohne Zwischenfälle abgelaufen; auch internationale Beobachter hatten keine Beanstandungen.

Die frühere Freiheitsbewegung des Landes, die Unabhängigkeitspartei PAIGC, gewann dabei 67 der 100 Sitze, die Hälfte mehr als bisher. Es war der größte Erfolg einer Partei seit Einführung des Mehrparteiensystems in Guinea-Bissau vor vierzehn Jahren. Die mit 28 Sitzen zweitgrößte Partei, die Partei für soziale Erneuerung PRS, zweifelt das Ergebnis aber an.