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Jahrestag der Rosenrevolution in Georgien

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Jahrestag der Rosenrevolution in Georgien

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Die georgische Führung hat den fünften Jahrestag der so genannten Rosenrevolution begangen. 2003 hatten der heutige Präsident Michail Saakaschwili und seine Mitstreiter das langjährige Staatsoberhaupt Eduard Schewardnadse zum Rücktritt gezwungen – mit Rosen in der Hand.

Georgien werde ewig bestehen, sagt Saakaschwili zum Jahrestag in der Dreifaltigkeitskathedrale von Tbilissi. Wer Georgien beseitigen wolle, werde dabei
unterliegen. Man müsse zusammenhalten und bis zum Ende weiterkämpfen; es sei ein gerechter Kampf.

Saakaschwili ist weiterhin beliebt, aber auch zunehmend umstritten – vor allem seit dem kurzen Krieg gegen Russland im August, als Georgien
abtrünnige Gebiete mit Gewalt zurückholen wollte.

Der Staat Georgien sei schon erheblich gefestigt worden, sagt Alexander Rondeli, Leiter der unabhängigen Stiftung für strategische und internationale Studien. Aber der russische Einmarsch
vom August sei ein sehr schwerer Schlag für die Wirtschaft gewesen und auch für die Staatswerdung.

Saakaschwilis Kritiker haben auch die gewaltsame Niederschlagung von Protesten vor einem Jahr nicht vergessen. An diesem Tag demonstrieren sie erneut: Vor dem Fernsehsender Imedi-TV, der damals wegen kritischer Berichte geschlossen wurde. Er sendet wieder, aber jetzt auf Regierungslinie.

Ebenfalls an diesem Tag gründet die frühere Parlamentschefin Nino Burdschanadse eine
Oppositionspartei, die Demokratische Bewegung. Bei der Rosenrevolution vor fünf Jahren stand
Burdschanadse noch an Saakaschwilis Seite.