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Kruzifixverbot an spanischer Schule

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Kruzifixverbot an spanischer Schule

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Noch hängt das Kreuz, aber damit wird es in dieser Schule im spanischen Valladolid jetzt vorbei sein. Ein Richter hat verfügt, dass die Kruzifixe in der Schule abgenommen werden müssen. Geklagt hatte eine Gruppe von Eltern, die eine Trennung von Staat
und Kirche will.

Die Eltern berufen sich dabei auf die spanische Verfassung, die genau diese Trennung vorschreibt – nicht nur für die Schule. Auch Bildungsministerin Mercedes Cabrera verweist darauf, dass das jetzige Urteil dem Geist der Verfassung entspreche und dem weltlichen Charakter des Staates.

Zum ersten Mal hat ein spanischer Richter ein derartiges Urteil gefällt; in einem ähnlichen Fall vor zwei Jahren wurden die Kreuze schon vor einem Urteil abgehängt.

Unter dem Diktator Franco war der katholische Glauben in Spanien noch Staatsreligion; die katholische Kirche zeigt sich jetzt wenig begeistert: Man solle doch nicht die Symbole über Bord werfen, sagt Carlos Amigo, Erzbischof von Sevilla; sondern den Menschen helfen, sie zu achten – ganz gleich, welche Religion sie hätten.

Auch in der Zeitung des Vatikan, dem Osservatore Romano, findet sich ein kritischer Artikel eines spanischen Verfassers. Eine offizielle Reaktion gibt es aber nicht.