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Schüsse bei Protesten gegen thailändische Regierung

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Schüsse bei Protesten gegen thailändische Regierung

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In der thailändischen Hauptstadt Bangkok haben zehntausende Oppositionelle das Parlament umstellt und das Kabinett aus seinem provisorischen Amtssitz gejagt. Medienberichten zufolge sollen Regierungsgegner auf Anhänger der Regierung geschossen haben. Das Kabinett traf sich in seinen provisorischen Amtsräumen am alten Flughafen Bangkoks, wurde aber auch dort von Demonstranten verfolgt. Die Sitzung wurde abgebrochen. Mehrere Minister ergriffen die Flucht.

Das außerparlamentarische Oppositionsbündnis PAD kündigte an, die Regierung bis Mittwoch zu
Fall bringen zu wollen. Es wirft Regierungschef Somchai Wongsawat vor, eine Marionette seines
Schwagers, des vor zwei Jahren gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra zu sein.

Mit der Belagerung des Abgeordnetenhauses wollen die Regierungsgegner eine mögliche Änderung der Verfassung verhindern, mit der eine Rückkehr des im Exil lebenden Thaksin an die Macht ermöglicht werden könnte. Der frühere Ministerpräsident war wegen Amtsmissbrauchs zu zwei Jahren Haft verurteilt worden.