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Porsche bremst bei VW-Übernahme

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Porsche bremst bei VW-Übernahme

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Porsche schaltet bei der Übernahme von Volkswagen einen Gang zurück. Die Aktien sind teuer, ausserdem sinkt der Porsche-Absatz. Seit Anfang 2005 kauft sich Porsche bei VW ein. Bis Ende Oktober war man bei 42,6 Prozent der Stammaktien angekommen, und hielt dazu knapp 31,5 Prozent in Form von Optionen zur Kurssicherung. Ziel ist ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking:
“Wir beabsichtigen nach wie vor, unseren Anteil an Volkswagen 2009 auf 75 Prozent zu erhöhen. Aber im jetzigen konjunkturellen Umfeld können weder wir noch unsere Gegenspieler vorhersehen, wie lange das Spiel noch dauert.”

Spekulation und Kursphantasie hatten den Kurs der VW Aktie – jahrelang mit unter 100 Euro bewertet, heute mit etwa 260 Euro – im Oktober kurzfristig auf mehr als 1000 Euro explodieren lassen.

Porsche und VW sind seit der Gründung der beiden Unternehmen vor mehr als 70 Jahren verbandelt.

Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch ist ein Enkel von Ferdinand Porsche, der in den 30er Jahren den ersten Volkswagen entwickelte.

VW setzt 15mal mehr um als Porsche: Die Volkswagen AG ist Europas größter Automobilhersteller mit 109 Milliarden Euro Umsatz, Porsche setzt gut 7 Milliarden Euro um.