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Thailands Regierungschef schließt Rücktritt aus

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Thailands Regierungschef schließt Rücktritt aus

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Während der Massenprotest am Bangkoker Flughafen andauert, hat der thailändische Regierungschef Somchai Wongsawat einen Rücktritt ausgeschlossen. Er stehe einer legitimen Regierung vor, so Somchai kurz nach seiner Rückkehr nach Thailand, und werde sich für das Wohl des Volkes einsetzen. Tausende von Regierungsgegnern in der Hauptstadt fordern weiter den Rücktritt Somchais und bei Ausschreitungen in in der Stadt Tschiang Mai ist kurz nach der Rückkehr des Ministerpräsidenten ein Demonstrant getötet worden.

Tausende von ausländischen Touristen sitzen derweil weiter in Bangkok fest. “Wir werden gut behandelt”, sagt dieser spanische Reisende. “Schade, dass die Touristen von der Aktion betroffen sind, aber wir haben Verständnis für die Proteste.”

Dieser Tourist aus Australien ist weniger verständnisvoll: “Ich will nach Hause. Ich muss in ein paar Stunden in Sydney sein, aber nun muss ich vielleicht zwei Nächte hier bleiben. Ich verstehe nicht, was hier politisch los ist, und ich will es auch gar nicht wissen. Ich weiss nur, dass es schlecht ist für die Leute.”

Das thailändische Militär hatte am Morgen die Räumung des Flughafens angeordnet und die Regierung aufgefordert, Neuwahlen auszurufen. Eine Machtübernahme durch das Militär hatte die Armee ausgeschlossen. Somchais Amtsvorgänger und Schwager Thaksin Schinawatra war vor zwei Jahren vom Militär gestürzt worden.