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Cuba si - Yankee no!!!

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Cuba si - Yankee no!!!

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Diese Bilder stammen aus einer Zeit, da gerade ein wenig Tauwetter angezeigt war in dem russisch-amerikanischen Beziehungen, was für Fidel Castro durchaus Grund zur Besorgnis sein konnte. Kreml-Chef Putin ließ vorübergehend auch die technisch schon reichlich überholten Radaranlagen abschalten, die auf Kuba noch aus der Zeit des Kalten Krieges standen.

Inzwischen hat in beiden Ländern das Spitzenpersonal gewechselt – und Kuba ist für Russland wieder interessant.

Er sei schließlich nicht als Tourist gekommen, betonte der russische Präsident Medwedew.
Hier gehe es um eine ernsthaft geo-politische Enntscheidung.
wörtlich: “..wir wollen unsere Beziehungen mit Lateinamerika und den Karibikstaaten entwickeln.”

Es geht für Moskau um so etwas wie eine “traditionelle Einflußsphäre”.
Allerdings hatte die viel Geld gekostet, und war somit nach dem Abgang von Gorbatschow und dem Zusammenbruch der UdSSR der Russischen Föderation zu teuer geworden.

In den 60er Jahren mußte es den Atheisten im Kreml wie ein Geschenk Gottes erscheinen, daß
sich der bärtige Revolutionär auf Kuba Washington überwarf. Im Kalten Krieg war so ein Stützpunkt vor der Haustür des imperialistischen Feindes jeden Preis wert. Wie hoch gepokert wurde erfuhr die Welt bei jener Gelegenheit, die als “Kubakrise” in die Geschichte eingegangen ist.
Es hätte 1962 nicht viel gefehlt – und aus dem Kalten Krieg wäre ein heißer geworden.
Aber in letzter Minute kam aus dem Kreml der Befehl zum Abdrehen der sowjetischen Schiffe, die die Raketen nach Kuba bringen sollten.
Und von der geplanten Stationierung blieb nur das Radarsystem – mit dem sich allerdings prächtig bis hinüber auf´s amerikanische Festland schauen ließ.

Und heute versucht das neue Russland mit allem, was es zu bieten hat, auch einen Fuß auf lateinamerikanischen Boden zu bekommen.

Bliebe noch die alte Logik:
Den Feind meines Feindes mache ich mir zum Freund. Ist man also in Russland heftig verärgert über die Radaranlagen zum neuen Raketenschild, mit denen die Amerikaner dann von Tschechien nach Russland hinein schauen können,
dann frischt man nicht nur die Beziehungen zu Kuba auf – man sucht sich auch gleich neue Freunde in der Region. Kenner der Szene betrachten die gesamte Medwedew-Reise als Versuch, ein Gegengewicht zu schaffen zu dem als Bedrohung empfundenen Raketenprojket nahe der russischen Grenze.