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Rumänien wählt neues Parlament

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Rumänien wählt neues Parlament

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Auf die Parlamentswahl in Rumänien an diesem Sonntag könnte ein langes Tauziehen um die Regierungsbildung folgen. Denn letzten Umfragen zufolge wird keine Partei genügend Stimmen bekommen, um allein regieren zu können. Die Sozialdemokraten mit ihrem Spitzenkandidaten und Vorsitzenden Mircea Geoana lagen gleichauf mit der Demokratisch-Liberalen Partei des derzeitigen EU-Parlamentariers und früheren Regierungschefs Teodor Stolojan. Die rechtsliberale Partei steht Staatschef Traian Basescu nahe. Die Nationalliberale Partei des derzeitigen Ministerpräsidenten Calin Popescu Tariceanu dürfte drittstärkste Kraft werden.

Rund 18 Millionen Wahlberechtigte sind zu der Abstimmung aufgerufen, bei der es erstmals seit der Wende um Direktkandidaten anstelle von Wahllisten geht. Der künftigen Regierung in Bukarest dürfte kein langes Leben beschieden sein. Die Autobauer Renault und Ford legen in der Folge der internationalen Finanzkrise Produktionspausen ein und bis zum Jahresende werden vermutlich mindestens 30 000 Menschen ihren Job verlieren.
Auch erwarten die Fachleute, dass sich das rasante Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre abschwächen wird. Die Nationalbank korrigierte ihre Wachstumsprognose für 2009 von ursprünglich 6 auf 4,6 Prozent. Rumänien gehört seit vergangenem Jahr zur EU.