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Weitere Ermittlungen nach Mumbai-Anschlägen

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Weitere Ermittlungen nach Mumbai-Anschlägen

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Die Ermittlungen im indischen Mumbai laufen auf Hochtouren, jetzt auch mit Unterstützung des FBI. Die amerikanische Bundespolizei hat mehrere Mitarbeiter geschickt, die bei der Aufklärung der Anschläge helfen sollen. Das Luxushotel Taj Mahal, eins der Ziele der Attentäter, trägt noch die Spuren der heftigen Kämpfe. Erst am Sonnabend, dem dritten Tag, hatten die Sicherheitskräfte das Hotel unter Kontrolle und die letzten drei Angreifer getötet. Seitdem wurde das Hotel mit seinen mehr als fünfhundert Zimmern noch nach Leichen und nach Sprengfallen durchsucht.

Insgesamt kamen bei den Anschlägen mehr als 180 Menschen ums Leben. Indiens Regierung sucht einen Teil der Schuld im Nachbarland Pakistan. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind sowieso normalerweise angespannt. Die Attentäter stammten demnach aus Pakistan und hatten dort vor den Anschlägen eigens dafür eine umfangreiche Ausbildung bekommen. Indische Medien berichten, dahinter stehe die islamistische Gruppe Lashkar-e-Taiba. Dabei berufen sie sich auf die Aussagen des einzigen überlebenden Angreifers. Die Gruppe ist vor allem bekannt, weil sie Indien die zwischen beiden Ländern umstrittene Provinz Kaschmir entreißen will. Indien macht sie für mehrere Anschläge der letzten Jahre verantwortlich; dieses Attentat bestreitet die Gruppe aber. Auch Pakistan streitet jede Verwicklung ab und verweist darauf, dass es Lashkar-e-Taiba ebenfalls bekämpfe.