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Madame Secretary Hillary Clinton

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Der designierte Präsident holt die ehemalige Rivalin in sein Team, um die Partei zu versöhnen. Das ist der allgemeine Tenor, mit dem Medien wie Fachleute in den USA auf diese Entscheidung von Barack Obama regieren. Und er signalisiert, daß er ein politisches Schwergewicht an seiner Seite nicht fürchtet.

Für den langjährige Experte für US-Regierungspolitik, Steven Hess, wird Hillary Clinton die Personifizierung der US-Außenpolitik. Ihre Stimme werde Gewicht haben – aber wenn Entscheidungen erst einmal getroffen sind, werde sie die vertreten müssen.

Beide hatten sich einen erbitterten Vor-Wahlkampf geliefert, in dem sie auch die mangelnde außenpolitische Erfahrung des Rivalen angriff. Das ist Geschichte. Zuletzt hatte sie sich ohne wenn und aber hinter ihn gestellt. Und nicht nur sie. Die Clintons bekommt man schließlich nur im Doppelpack!

Irgendwie wird der Geist von Obamas Vor-Vorgänger Bill Clinton wohl immer mit am Kabinettstisch sitzen, wenn Gattin Hillary Politik macht. Schließlich weiß jeder Wähler, daß sie ihre Erfahrung natürlich zu einem Gut-Teil aus dem gewinnt, was sie an seiner Seite miterlebt hat. Wobei er IHR jetzt jene Loyalität zurückgeben kann, mit der sie IHM durch schwere Zeiten geholfen hat. Die Familie steht wie eh und je zusammen – einschließlich Tochter Chelsea

Der ehemalige Berater im Weißen Haus, Lanny Davis, betont denn auch, daß Bill tun werde was immer nötig sei, um seiner Frau zu helfen.

Das hat er schon. Bill Clinton hat sich bereiterklärt, die Namen der Spender seiner Wohltätigkeitsstiftung offenzulegen, sich aus deren Tagesgeschäft zurückzuziehen und die Regierung über bezahlte Reden zu informieren.

Daß Hillary dank dieser Stiftungsarbeit von Bill in Afrika bestens eingeführt ist, wird ihr als “Madam Secretary” zweifellos zugute kommen.