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Sacyr in Schwierigkeiten - verkauft Autobahntochter an Citigroup

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Sacyr in Schwierigkeiten - verkauft Autobahntochter an Citigroup

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Der angeschlagene spanische Baukonzern Sacyr Vallehermoso hat seine Bemühungen verstärkt, mit Verkäufen aus der Krise zu kommen. Die Autobahntochter Intinere geht für knapp acht Milliarden Euro an die US-Bank Citigroup.

Im Kaufpreis enthalten sind auch Schuldverschreibungen über mehr als fünf Milliarden Euro. Die Operation erlaubt es Sacyr, seine Verschuldung deutlich zu senken. Der Baukonzern sitzt bislang auf Verbindlichkeiten von 16,5 Milliarden Euro. Die schwere Immbobilienkrise in Spanien ließ den Börsenwert auf 2,3 Milliarden Euro schmilzen. Dadurch braucht Sacyr dringend frisches Kapital, was auch durch den Verkauf der Anteile am Ölkonzern Repsol erlöst werden soll. Der potenzielle Käufer, der russische Rivale Lukoil, setzte mit seinem Interesse aber die politische Klasse Spaniens umgehend in Wallung. Lautstark wird seitdem vor einem Verkauf an die Russen gewarnt. Sacyr gilt in Spanien als eines der prominentesten Opfer der derzeitigen Konjunkturschwäche. Das Ende des Baubooms sorgte auch für einen massiven Wertverlust der Sacyr-Beteiligungen. So war die jetzt verkaufte Autobahntochter noch Anfang November gut eine Milliarde Euro teurer als heute.