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Demonstranten besetzen isländische Zentralbank

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Demonstranten besetzen isländische Zentralbank

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Nach den zunehmenden Protesten jeweils am Samstag haben an diesem Montag auch Veranstaltungen zum 90. Jahrestag von Islands Staatsgründung 1918 zu Protesten gegen die
Urheber der akuten Banken- und Finanzkrise geführt.

Mehrere hundert Demonstranten stürmten bei Protesten gegen die Folgen der Finanzkrise den Eingang zur Zentralbank in der Hauptstadt Reykjavik. Sie verlangten im Foyer den Rücktritt von Nationalbankchef David Oddsson. Schon am Wochenende hatten tausende Demonstranten vor dem Parlament auch den Rücktritt von Ministerpräsident Geir Haarde gefordert. Beide werden dafür mitverantwortlich gemacht, dass die zusammengebrochenen größten Banken den 320.000 Bürgern der Atlantikinsel eine gigantische Schuldenlast aufbürden konnten. Die isländische Krone verlor innerhalb der vergangenen zwölf Monate drei Viertel ihres Wertes und sinkt weiter.

Der Internationale Währungsfonds hat bei der Gewährung von Hilfskrediten gegen einen drohenden Staatsbankrott von der Regierung die völlige Freigabe des Kronenkurses verlangt.