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Zeichen der Entspannung aus Indien und Pakistan nach Terrorangriffen von Mumbai

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Zeichen der Entspannung aus Indien und Pakistan nach Terrorangriffen von Mumbai

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Nach den Terrorangriffen in der indischen Metropole Mumbai – vormals Bombay – bemühen sich Indien und Pakistan offenbar um Entspannung: Die Regierung in Islamabad schlug Neu-Delhi vor, eine gemeinsame Ermittlungseinheit einzurichten: Zuvor hatte die indische Regierung “Elemente” in Pakistan für die Anschläge verantwortlich gemacht. Doch das Außenministerium in Neu-Delhi betonte inzwischen, von einer militärischen Reaktion könne keine Rede sein.

In Bombay hatten vermutlich islamistische Terroristen am vergangenen Mittwoch insgesamt zehn Ziele angegriffen, darunter zwei Luxushotels; dort verschanzten sie sich drei Tage lang mit Geiseln. Die indischen Ermittler erhalten Unterstützung aus den USA: FBI-Agenten nahmen in Bombay die Arbeit auf. 188 Menschen wurden bei den Angriffen getötet, darunter 28 Ausländer. Mehr als 300 Menschen wurden verletzt. Die indische Regierung steht wegen der Terrorangriffe im eigenen Lande unter scharfer Kritik. Beobachter sehen die schnelle Beschuldigung Pakistans auch im Zusammenhang mit den im Frühjahr in Indien anstehenden Wahlen. Unterdessen herrscht in Mumbai eine gespannte Ruhe; die Sicherheitskräfte sind an wichtige Orten im Einsatz, so auch auf dem Bahnhof, der am Mittwoch ebenfalls angegriffen worden war.