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Erfolg für Regierungsgegner in Thailand

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Erfolg für Regierungsgegner in Thailand

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In Bangkok haben die Regierungsgegner einen Erfolg erzielt. Das Verfassungsgericht verurteilte die Regierungspartei PPP wegen Wahlbetrugs. Sie wird aufgelöst. Die Regierung entlassen. Damit ist die Hauptforderung der Demonstranten erfüllt. Sie versprachen, die seit einer Woche andauernde Flughafen-Blockade zu beenden. Doch wann tatsächlich wieder Reisende das Bild prägen werden, ist unklar.

Nicht zum Jubeln zumute war den Regierungsanhängern. Sie werfen dem Gericht vor, die PPP und zwei kleinere Koalitionsparteien um ihren Wahlsieg zu bringen. Wegen ihres Protests musste die Verhandlung in ein anderes Gebäude verlegt werden. Beobachter gehen davon aus, dass die Regierungsgegner prominente Unterstützer haben. Und nun auch Sympathien im Verfassungsgericht. Das aber gab dem Regierungslager noch eine Chance. Denn die Abgeordneten haben ihre Mandate nicht verloren. Sie wollen eine neue Partei gründen und eine neue Regierung wählen. Ministerpräsident Somchai Wongasawat bekommt, ebenso wie die Parteispitze, fünf Jahre Politikverbot. Als letzte Amtshandlung sagte er den bevorstehenden Südostasien-Gipfel ab. König Bhumibol äußerte sich bei einer Truppenparade nicht zur Krise. Der seit mehr als 60 Jahren herrschende Monarch wird von Bürgern und Militär gleichermaßen verehrt. Das Volk wartet nun gespannt auf seine Geburtstagsansprache. Am Freitag wird der reichste König der Welt 81 Jahre alt.