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Unterzeichung des Vertrags über Verbot von Streubomben

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Unterzeichung des Vertrags über Verbot von Streubomben

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Im Rathaus von Oslo hat die Zeremonie begonnen, bei der mehr als einhundert Staaten ein weltweites Verbot von Streubomben unterzeichnen.
Nach langwierigen Verhandlungen hatten die beteiligen Regierungen im Mai in Dublin vereinbart, künftig keine Streumunition herzustellen, und diese auch nicht zu lagern oder gar einzusetzen.
Der Vertrag geht auf eine Initiative Norwegens zurück. Doch die wichtigsten Herstellerländer von Streumunition – die USA, Russland, China und Israel – sind an dem Abkommen nicht beteiligt.
Dies sei gewiss ein bemerkenswerter und außergewöhnlicher Augenblick – für die Welt und für friedliebende Nationen, sagte der libanesische Außenminister Fawzi Salloukh – und warf Israel vor, im Sommer 2006 im Südlibanon Streumunition eingesetzt zu haben, deren Überreste nun seit zwei Jahren am Boden lägen und die Zivilbevölkerung bedrohten.
Vor dem Osloer Rathaus war zuvor der “Ban Bus” eingetroffen, ein Kampagnenbus mit Dokumentationsmaterial zu den Auswirkungen von Streumunitionen. Der Bus war durch ganz Europa gefahren, um für den Vertrag zu werben.
Streubomben werden von Flugzeugen abgeworfen. Sie explodieren in der Luft und setzen zahlreiche kleine Sprengkörper frei, die über einem großen Gebiet niedergehen können. Sie bedeuten eine große Gefahr vor allem für Zivilisten.