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Abkommen zum Verbot von Streumunition unterzeichnet

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Abkommen zum Verbot von Streumunition unterzeichnet

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Streubomben – eine Waffe mit besonders schlimmen Folgen für Zivilisten – werden geächtet, von mehr als einhundert Staaten: Norwegen hatte die Initiative ergriffen, und nach langen Verhandlungen wurde nun ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet, im Rathaus von Oslo. Damit werde Streumunition für immer verboten, sagte der norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg: Die beteiligten Staaten, internationalen Organisationen und Vertreter der Zivilgesellschaft hätten die Welt vorangebracht; diese Konvention werde die Welt sicherer machen. Die Verhandlungen waren im Mai in Dublin abgeschlossen worden. Die beteiligten Staaten vereinbarten, künftig keine Streumunition herzustellen, und diese auch nicht zu lagern oder gar einzusetzen. Doch die wichtigsten Herstellerländer von Streumunition – die USA, Russland, China und Israel – sind an dem Abkommen nicht beteiligt. Auch Indien und Pakistan unterzeichneten nicht. Doch es gibt die Hoffnung, dass durch das neue Abkommen der Druck auf die Nicht-Unterzeichnerstaaten so steigt, dass sie schließlich doch mitmachen.