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Elend in Simbabwe: Kein Ende der Cholera-Epidemie

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Elend in Simbabwe: Kein Ende der Cholera-Epidemie

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In Simbabwe breitet sich die Cholera immer weiter aus. Rund 12.000 Menschen sind nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation erkrankt, mehr als 500 starben. Der designierte Regierungschef Morgan Tsvangirai bat die Internationale Gemeinschaft dringend um Unterstützung.

Vor allem in der Hauptstadt Harare ist die Hygiene mangelhaft – und ein Ende der Cholera-Epidemie nicht in Sicht. Tausende Erkrankte versuchen, über die Grenze nach Südafrika zu gelangen, wo die Krankenhäuser über eine bessere Ausstattung verfügen. Aber auch hier sind Ärzte und Pflegepersonal mittlerweile überlastet. “Die Menschen kommen hierher, weil es auf der anderen Seite der Grenze keine medizinische Versorgung gibt”, sagt Doktor Mulimisi Ramavhuya. “Sonst würden sie niemals so lange Fußmärsche auf sich nehmen oder eine so lange Reise. Die meisten sind völlig dehydriert, wenn sie zur Behandlung herkommen.” Der Cholera-Erreger wird vor allem von verseuchtem Trinkwasser übertragen. Die EU-Kommission kündigte bereits an, neun Millionen Euro bereitzustellen, um den Kranken zu helfen und die weitere Ausbreitung der Cholera zu verhindern. Humanitäre Organisationen sollen sich um die Wasserversorgung, die Einrichtung sanitärer Anlagen sowie die Verbesserung der Hygiene kümmern.