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US-Autoindustrie tiefer in der Krise als angenommen

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US-Autoindustrie tiefer in der Krise als angenommen

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Die Lage der amerikanischen Autohersteller ist noch verzweifelter als bislang bekannt. Der Opel-Mutterkonzern General Motors braucht noch im Dezember einen Kredit über vier Milliarden Dollar. Insgesamt bat der größte US-Autobauer den US-Kongress am Dienstag um Kredite von bis zu 18 Milliarden Dollar bis Ende 2009. Der Absatz von GM brach um 41 Prozent ein. Abgeordnetenhaus-Sprecherin Nancy Pelosi sagte, sie rechne mit einem Eingriff, entweder durch den Kongress oder durch die Regierung.

Für sie sei klar, dass ein Konkurs keine Möglichkeit darstelle. Es gebe gewisse Standards, denen man sich verpflichten müsse, Verpflichtungen für die Zukunft, eine Restrukturierung des Geschäftsansatzes, einen neuen Geschäftsplan und ein anderes Geschäftsmodell. Es müsse eine Reform zur Abgeltung der Kredite geben. GM will bis Ende kommenden Jahres Kredite von zwölf Milliarden Dollar, um die Liquidität aufrecht zu erhalten.

Sollte die Krise am US-Automarkt andauern, würden noch einmal sechs Milliarden Dollar fällig, hieß es. Mit Rückzahlungen der Kredite will GM erst im Jahr 2011 beginnen. Auch GM-Konkurrent Ford braucht bis zu neun Milliarden Dollar, die Verkäufe fielen um gut 30 Prozent. Ford legte dem US-Kongress ein Konzept vor, nachdem das Unternehmen durch ein Staatsdarlehen über neun Milliarden Dollar bis 2011 wieder profitabel werden soll. Außerdem wurde bekannt, dass Ford einen Verkauf der verlustbringenden schwedischen Tochter Volvo erwägt.