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Mutmaßlicher ETA-Mord an Unternehmer im Baskenland

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Mutmaßlicher ETA-Mord an Unternehmer im Baskenland

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Im spanischen Baskenland haben mutmaßliche Terroristen der Untergrundorganisation ETA einen Unternehmer erschossen. Der 71-jährige Ignacio Uría Mendizabal war gerade aus seinem Auto gestiegen, als zwei Männer mehrere Schüssen auf ihn abgaben. Rettungskräfte versuchten vergeblich, das Opfer wiederzubeleben. Die Täter entkamen unerkannt. Noch hat niemand die Verantwortung übernommen, doch ein Polizeisprecher erklärte, alle Anzeichen deuteten auf die ETA.

Die Regierung sei fest entschlossen, die Täter zur Strecke zu bringen, sagte Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero. Die Mörder wüssten, was sie erwarte: Wie andere vor ihnen würden sie für Rest ihres Lebens ins Gefängnis kommen. Die Baufirma des getöteten Unternehmer ist massgeblich am Bau einer Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke durch das Baskenland beteiligt. Die ETA sieht in dem Projekt vor allem eine engere Anbindung der Region an Spanien; sie verübte allein in diesem Jahr drei Sprengstoff-Anschläge auf beteiligte Unternehmen, doch gab es keine Opfer. Sollte tatsächlich die ETA für den Mord verantwortlich sein, wäre es ihr erster Anschlag, seit der Verhaftung ihres militärischen Führers im November in Frankreich, und es wäre der erste Anschlag mit einer Schusswaffe seit dem Mord an einem früheren Stadtrat kurz vor den spanischen Parlamentswahlen im vergangenen März.