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Piratenjagd vor Somalia

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Piratenjagd vor Somalia

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Ein Kriegsschiff auf der Jagd nach Piraten vor Somalia: Aber die Soldaten haben keine Handhabe, um an Bord zu gehen. Die Piraten hatten erst am Tag zuvor einen Frachter angegriffen und wurden seitdem vom dänischen Kriegsschiff “Absalon” beobachtet.

Die “Absalon” führt die “Task Force 150” an, einen internationalen Verband von sechs Schiffen. Das Hauptquartier befahl in diesem Fall, den Einsatz abzubrechen. Die “Absalon” hatte schon im September Piraten gefangen, musste sie aber wegen rechtlicher Unklarheiten freilassen.

Vor Somalia, im Indischen Ozean und dem Golf von Aden, haben Piraten dieses Jahr rund hundert Schiffe entführt. Sechzehn haben sie derzeit in ihrer Gewalt; darunter einen vollbeladenen Öltanker.

Den Piraten entkommen ist am Wochenende ein amerikanisches Kreuzfahrtschiff. Laut Reederei war die “Nautica” schneller. Nach Angaben der dänischen Marine waren es wahrscheinlich dieselben Piraten, die jetzt von der “Absalon” angehalten wurden.

Auch eine NATO-Mission ist vor Somalia unterwegs: Am Montag übernimmt hier die EU, mit der “Atalanta”-Mission. Auch Deutschland beteiligt sich, mit einer Fregatte und bis zu 1400 Soldaten; noch diesen Monat soll darüber der Bundestag entscheiden.

Grundlage ist der Beschluss der UNO-Sicherheitsrats, der den Einsatz von Gewalt gegen die somalischen Piraten gerade erst einstimmig für ein weiteres Jahr gebilligt hat.