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Frankreich: Einigung beim Klimaschutz zu 90 Prozent

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Frankreich: Einigung beim Klimaschutz zu 90 Prozent

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Die Umweltschützer von Greenpeace machen Druck auf die schleppenden Verhandlungen vom Klimapaket: In Dänemark besetzten sie ein Kohlekraftwerk, um gegen Kohle als+ verschmutzende Energiequelle zu protestieren. Der Co2-Ausstoß ist nach wie vor einer der großen Knackpunkte beim Klimapaket – genauer gesagt der Handel mit den Verschmutzungsrechten.

Auf dem Treffen der EU-Umweltminister forderten Deutschland und Polen erneut Sonderregelungen. Geplant ist, die Verschmutzungsrechte schrittweise ersteigern zu lassen: 2013 beginnend bei 20 Prozent, bis 2020 zu 100 Prozent. Polen fürchtet um finanzielle Verluste, weil es seinen Strom zu über 95 Prozent aus Kohle gewinnt. Beim Biosprit konnten sich die Minister auf einen Anteil von zehn Prozent im Kraftstoffmix einigen. Gegenwind kommt aus Italien. 2014 will Rom die Debatte über erneuerbare Energien noch einmal eröffnen. Insgesamt sprach der französische Ressortchef Jean-Louis Borloo von einer Einigung von 90 Prozent. Bleiben zehn Prozent Verhandlungsmarathon, die eigentlich bis zum 12. Dezember abgeschlossen sein sollten. Dann finden nicht nur der EU-Gipfel und die Verhandlungen für ein neues Klimaschutzabkommen in Posen statt. Auch die französische Ratspräsidentschaft neigt sich dem Ende zu. Und Nachfolger Tschechien kündigte bereits an, den Kompromiss zur Autoabgas-Deckelung wieder aufrollen zu wollen.