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ETA tötet Unternehmer im Baskenland

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ETA tötet Unternehmer im Baskenland

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Mutmaßliche Terroristen der baskischen Untergrundorganisation ETA haben zwei Wochen nach der Festnahme ihres Anführers einen Unternehmer im spanischen Baskenland erschossen. Zwei Männer feuerten in der Kleinstadt Azpeitia bei San Sebastian mehrere Schüsse auf den 71-jährigen Ignacio Ur¡a ab. Der Präsident des baskischen Unternehmerverbandes, Eduardo Zabiaurre, sagte, anders als dieser beispielhafte baskische Bürger versuchten andere Basken, das Land zu zerstören, indem sie es mit Anschlägen in die Verzweiflung und in den Schmerz führten.

Es war der erste Anschlag der ETA auf einen Unternehmer seit acht Jahren. Uria hatte an der Spitze eines Unternehmens gestanden, das im Baskenland am Bau von Hochgeschwindigkeitsstrecken für die Eisenbahn beteiligt ist. Ministerpräsident José Luis Rodruigez Zapatero sagte, man müsse die Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Madrid und Frankreich nun unbedingt beenden. Es handle sich um eines der wichtigsten Projekte für das Baskenland, Spanien und Europa.

Die Bahnlinien sollen die drei baskischen Metropolen Bilbao, San Sebastian und Vitoria mit Madrid sowie mit Frankreich verbinden. Die ETA ist gegen das Vorhaben und bedrohte die beteiligten Unternehmen wiederholt mit Terror. Sie und ihre Sympathisanten verübten gegen das Projekt bislang drei Bombenanschläge.