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US-Autohersteller werben um Milliardenhilfen

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US-Autohersteller werben um Milliardenhilfen

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Erneut werben die großen amerikanischen Autohersteller in Washington um Unterstützung: Genauer gesagt, um staatliche Darlehen von 34 Milliarden Dollar, knapp 27 Milliarden Euro. Ihre Aufgabe ist schwer: Sie müssen den Bankenausschuss des Senats überzeugen.

“Wir sind hier, weil wir Fehler gemacht haben”, sagt Rick Wagoner, der Chef von General Motors; “aber wir lernen daraus. Wir sind in dieser Lage jedoch
auch durch Kräfte, auf die wir keinen Einfluss haben.”

Nicht alle sehen ein, dass den Autoherstellern mit Milliarden geholfen werden soll. Auch die Senatoren bleiben nach sechsstündiger Anhörung skeptisch, denn moderne Wagen wie das Elektroauto Volt der GM-Tochter Chevrolet sind in Amerika weiterhin die Ausnahme. Vor allem bauen die Firmen nach wie vor Spritfresser, die sich aber zunehmend schlecht verkaufen – auch wenn die Rekordbenzinpreise von vor kurzem vorerst wieder Geschichte sind.

Vor kurzem blitzten die großen Drei deshalb noch mit ihren Bitten in Washington ab: Die Parlamentarier wollten erst genauer wissen, wie die Hersteller selbst aus der Krise kommen wollen.

Diesmal sind sie nun besser vorbereitet: Sie versprechen hohe Einsparungen und kleinere, umweltfreundliche Autos. GM und Chrysler schließen
auch eine Fusion nicht aus, wenn das im Gegenzug für die Kredite verlangt werden würde.

Heute haben die Automobilchefs einen Termin im Abgeordnetenhaus, vor dem dortigen Finanzausschuss. Ihnen könnte diesmal in Washington helfen, dass – bei aller Skepsis – Nichtstun für viele Parlamentarier auch nicht in Frage kommt.