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Italien: Streit um Bauverbot für Moscheen


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Italien: Streit um Bauverbot für Moscheen

In Italien ist ein Streit über ein mögliches Bauverbot für Moscheen entbrannt. Der Vorschlag kommt von der fremdenfeindlichen Liga Nord; Auslöser war die Festnahme von zwei Marokkanern wegen Terrorismusverdachts. Sie sollen ein islamisches Kulturzentrum dazu genutzt haben, Mitstreiter zu werben.

Der Fraktionschef der Liga in der Abgeordnetenkammer, Roberto Cota, sagt, man wolle kontrollieren, was in den Moscheen vorgehe. Dazu gehöre ein Verzeichnis der Prediger, ein Verbot nichtreligiöser Betätigung und die Durchsetzung der italienischen Sprache.

Der Vatikan will dagegen, dass in Italien auch weiterhin Moscheen gebaut werden können; für eine strengere Überwachung ist er aber auch.

Ein Ort der Religion sei der Begegnung mit Gott gewidmet, sagt der vatikanische Kulturminister Gianfranco Ravasi; sowie der Wohltätigkeit gegenüber den Mitgläubigen. Wenn dort Anderes, Unangemessenes passiere, habe der Staat natürlich das Recht, das zu überprüfen und zu kontrollieren.

Einer der Festgenommenen predigte in dem Kulturzentrum bei Mailand, das auch als Moschee diente. Die beiden Männer sollen über mögliche Anschläge in Mailand gesprochen haben. Konkret geplant hatten sie nach Angaben der Polizei nichts; sie hatten auch keine Verbindung zu ausländischen Gruppen.

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