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USA verlieren mehr als eine halbe Million Jobs binnen eines Monats

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USA verlieren mehr als eine halbe Million Jobs binnen eines Monats

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In den USA hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt dramatisch verschlechtert. Nach amtlichen Angaben gingen im November 533.000 Jobs verloren. Einen solchen Einbruch hatte es seit 1974 nicht mehr gegeben. Experten hatten im Durchschnitt mit einem Verlust von 300.000 Stellen gerechnet.

Die Arbeitslosenquote stieg nach 6,5 Prozent im Oktober auf 6,7 Prozent. Das ist der höchste Stand seit 15 Jahren. Insgesamt sind in den USA nunmehr 10,3 Millionen Menschen ohne Beschäftigung. Ausgehend von der geplatzten Immobilienblase und den schweren Turbulenzen auf den Finanzmärkten ist die Krise damit voll auf die Realwirtschaft durchgeschlagen. Der zweite Arbeitsmarktbericht seit der Wahl Barack Obamas dürfte nach Ansicht von Beobachtern zusätzlichen Druck auf die künftige Administration ausüben, die Krise mit Konjunkturprogrammen zu bekämpfen. Bei der Vorstellung seines Wirtschaftsteams hatte Obama die Schaffung neuer Jobs als die wichtigste Aufgabe bezeichnet. Als sicher gilt unter Analysten inzwischen auch eine weitere deutliche Zinssenkung durch die Federal Reserve. Derzeit liegen die Leitzinsen bei einem Prozent. Eine erneute Kappung um einen halben Prozentpunkt auf dann 0,5 Prozent wird nicht ausgeschlossen. Die Zinssenkungen in Europa vom Donnerstag wurden in den USA begrüßt – viele hielten sie indes für zu gering.